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Achate aus der Umgebung von Sankt Egidien sind unter Sammlern sehr begehrt. Es sind drei Fundpunkte, an denen interessantes Material aufgesammelt werden konnte: das Gebiet nördlich der Nickelhütte (das sogenannten “Westfeld”), das Gebiet nahe Kuhschnäppel, und die Fundzone bei Hohenstein-Ernsthal.
Es handelt sich hier um Vorkommen von Lithophysen in einem Rhyolith. Die Achate kommen in meist kugeligen Knollen, die einen Durchmesser bis zu einem halben Meter erreichen können (s.u. Literatur: Leonhard ) vor. Die primären Vorkommen sind durch weg geringräumig (bis zu 20 x 50 Meter). Durch Verwitterung und Umlagerung erscheinen die Fundzonen allerdings viel weiträumiger.
Die Achate zeigen je nach Schnittlage einen mehrstrahligen Stern, der aus Festungsachat, makrokristallinem Quarz und / oder grünlichem bis rötlichem Jaspis bestehen kann. Sehr begehrt sind die sogenanten “Atoll-Achate”, bei denen eine Achatabscheidung mehrfach ringförmig überlagert sein kann. Im Fundgebiet an der Nickelhütte tritt Achat vom Uruguaytyp extrem selten auf, während er bei Hohenstein - Ernsthal häufiger ist. Meist sind die Achate von Sankt Egidien rötlich gefärbt - blaue, grüne oder gelbliche Farbtöne kommen seltener vor.
Die Fundmöglichkeiten sind zur Zeit stark eingeschränkt, da die Bauern, durch Vorkommnisse von Vandalismus verärgert, kein weiteres Sammeln an den Fundstellen dulden. Durch organisierte Grabungskampagnen (s.u. Literatur: Leonhard ) wurde jedoch nachgewiesen, daß sich immer noch große Mengen von Achaten gewinnen lassen würden.
Auf folgender website gibt es noch weitergehende Informationen zu dieser Fundstelle : www.achatbuch.de
Weiterführende Literatur:
Bernd Lahl “Achat und Jaspis zwischen Sankt Egidien und Hohenstein-Ernsthal in Sachsen “ Seite 61 - 66
Reiner Haake”Über die Achate von Sankt Egidien in Sachsen” Mineralienwelt 1 / 1990 Seite 39 - 43.
W.Leonhardt: “ Die neuen Riesen-Achate im Westfeld von Sankt Egidien, Sachsen “, Mineralienwelt 5/1997, Seite 27 - 31