Zepter Dolomitmarmor Furggulti
Zepterquarz Dolomitmarmor Furggulti

home/Quarz /

Formvarianten/ Zepter/ Zepterquarze aus dem Dolomitmarmor des Binntales

 

Das Binntal ist bekannt durch die besonders vielfältigen Mineralbildungen, die in diesem bezaubernden Tal gefunden werden können. Einer der Gründe für die Vielfalt der Mineralien sind die verschiedenen Gesteine, die sich in diesem Teil der penninischen Alpen finden. Neben Ultrabasiten, Graniten und Gneisen ist dies im Besonderen der Dolomitmarmor, der in schmalen Bändern das Tal durchzieht.

Einer der weniger bekannten Aufschlüssen im Dolomitmarmor - neben weltberühmten Fundstellen wie dem Lengenbach oder dem Turtschi - ist das Furggulti (“Durchgang, Pass”) zwischen dem mittleren Bereich des Fäldbachtales und der Schineren Wissi, einer der Almen des Binntales.

Hier lassen sich Funde von im steilrhomboedrischen Habitus kristallisierten Quarzen machen. Mit viel Glück ist dann auch der eine oder andere Zepter zu finden. Der aufsitzende Kristall ist in der Regel im Normalhabitus ( mit m, r und z ) kristallisiert. Oft enthalten diese Zepter mehrphasige Einschlüsse  vom Kohlendioxid. Der hier präsentierte Kristall besitzt eine Höhe von 20 mm.

Im Buch “Mineralien des Binntales”, Stalder et.al., Bern 1978, heisst es zu diesen Einschlüssen unter anderem : ... Bader hat vom Messerbach ( einer genetisch eng verwandten Fundstelle - der Verf. ) einen Zepterquarz beschrieben, der grosse Einschlüsse mit flüssigem und gasförmigem Kohlendioxid enthielt. Dieser Kristall ist später in der Sammlung der ETH Zürich infolge Sonnenbestrahlung mit einem spektakulären Knall in tausend Stücke zersprungen...

Bader, H. (1934) - Beitrag zur Kenntnis der Gesteine und Minerallagerstätten des Binnentales. Schweiz.Min.Petr.Mitt. 14, 320 - 441