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Die Äcker nördlich Leitzweiler sind ein seit altersher bekanntes achatführendes Gebiet. Mit etwas Glück kann man hier recht unterschiedliche und für die Fundregion typische Achate finden. Meist zeigen die Leitzweiler Achategraue, bläuliche und weiße Farbtöne in feiner Bänderung. Sehr gesucht sind pastelfarbene Achate. Noch seltener trifft man auf Achate mit planparalleler Bänderung, dem sogenannten “Uruguay-Achat”. Im nordöstlichen Bereich gibt es recht häufig Achate mit Chalcedon-Quarz-Wechsellagerung, die feine “Wegeler”(Achate mit Kippeffekt) ausbilden können.Ebenfalls typisch für diesen Bereich sind pseudomorphe Bildungenvon Chalcedon nach nadeligen Kristallen (Zeolithe ?). Stücke dieses Fundgebietes zeigen interessante strukturelle Überschneidungen mit vom Wasser annähernd 100 km weit transportierten in der Vordereifel abgelagerten Achate von Arenrath.

Im Jahr 2003 wurden auf der Leitzweiler Hochfläche einige Windräder zur Stromgewinnung errichtet. Zur Erstellung der Packlager der Verbindungswege wurde eine Grube zur Hartsteingewinnung angelegt. Um die Osterzeit 2003 wurden hier von Achatsammlern hunderte gut ausgebildeter Mandeln bis zu einer Größe von 30cm geborgen. Zur Enttäuschung der meisten Sammler erhielten diese Mandeln allerdings nur ein wirr verwachsenes Gemisch von kalkigem, unästhetisch strukturiertem Achat. Nur in den seltensten Fällen kam es zur Ausbildung schön kristallisierter Drusen von Rauchquarz und Bergkristall, sowie zur Bildung deutlicher Pseudomorphosen von Chalcedon nach Aragonit. In einem kleinen Bereich der Grube traten bis zu 10cm breite Gänge auf, in denen sich Opal abgesetzt hatte. Diese Gangopale hatten meist eine weiße bis crèmefarbene Tönung - seltener waren grünlich gefärbte Stücke. Alle Stücke waren mit schwarzen Dendriten durchwachsen. Manche Stücke konnten im Anschliff Pseudomorphosen nach flachrhomboedrischen Calciten zeigen.